R.I.P. Ice Ice Baby

 

Vor einigen Tagen entschied sich meine Eismaschine dazu, dass der Sommer lange genug war und sie sich jetzt zur Ruhe setzen will. Der Motor brannte durch und ich konnte das liebgewonnene Gerät nur noch entsorgen. Bevor Ihr jetzt vermutet, dass ich zuhause eine Designerküche mit Kompressor-Eismaschine habe - es handelte sich dabei um einen Kühlbehälter, der im Gefrierfach eingefroren wird und auf den dann ein Deckel mit Motor und Rührspatel gesetzt wird.

Nach einer angemessenen Trauerzeit von ca. 30 Minuten durchforsteten wir das Internet nach einem adäquatem Ersatz. Zunächst dachte ich tatsächlich über ein Modell mit Kompressor nach. Da wir aber nicht regelmäßig selbst Eis machen und der Goldesel im Keller gerade Ladehemmungen hat, entschied ich mich dagegen.

Der Hausfreund fand die ideale Alternative:

Ich habe mir vor ein paar Jahren eine Küchenmaschine eines regionalen Elektronikherstellers gekauft. Die Investition habe ich bisher noch nie bereut. Brot-, Kuchenteig, Cremes, Smoothies, Pommes, Rohkost... Alles kein Problem! Mit einem passenden Kühlbehälter sollte also ab sofort auch der frostige Nachtisch mit der Küchenmaschine hergestellt werden können.

Am Tag der Lieferung habe ich den Behälter natürlich sofort in das Kühlfach gepackt und ungeduldig den nächsten Tag erwartet.

Zuerst wollte ich ein Rezept aus der mitgelieferten Gebrauchsanleitung versuchen und wir entschieden uns für das Pistazieneis.

Zutaten:

  • 100 g Pistazien
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 90 g Zucker (für meinen Geschmack kann man auch etwas weniger nehmen.)
  • 1 Prise Salz
  • 200 ml Milch
  • 200 ml Sahne
  • 3 Blatt eingeweichte Gelatine

*(Rezept aus der Gebrauchsanleitung für BOSCH MUZ5EB2)

Die Pistazien habe ich in der Pfanne ohne Öl etwas angeröstet. Es stand zwar nicht im Rezept, aber Nüsse entfalten dabei ihr Aroma besser.

Anschließend habe ich die Sahne steif geschlagen.


Die Pistazien, den Zucker, das Salz und die Milch habe ich in den Mixer gegeben und so lange gemixt, bis eine homogene Masse entstand.  

Die eingeweichte Gelatine habe ich erwärmt, aufgelöst und zu der Pistazienmasse gegeben. Der Mixer sollte dabei auf niedriger Stufe eingeschaltet sein. (Man kann das Ganze auch mit dem Pürierstab machen)


Anschließend habe ich die Sahne untergehoben und die Masse in die laufende Eismaschine gefüllt.

So sieht das Eis nach etwa 20 - 30 Minuten aus. Etwas fester darf sie schon noch werden. Ich fülle sie anschließend immer in kleine Babybreibehälter (gibt es in der Drogerie) und stelle diese in den Gefrierschrank.


Das Überraschende an dem Pistazieneis war, dass es nach dem Einfrieren nicht steinhart war. Das kennt man ja bei selbstgemachtem Eis oft. Man konnte es direkt aus dem Gefrierfach esse und musste es nicht erst noch 10 Minuten stehen lassen.

 


Geschmacklich hat mich das Pistazieneis voll überzeugt. Ich glaube, ich werde nie wieder Gekauftes essen. Ich habe gelesen, dass es in der Eisdiele oft mit Mandeln gestreckt wird, weil diese günstiger sind als Pistazien.

 

Viel Erfolg beim Nachmachen!

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Kommentare: 1
  • #1

    Hausfreund (Donnerstag, 15 September 2016 21:16)

    Das beste Eis ever! Ivan-Niveau! :-D